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Esfandiar Tabari, Tübingen 1999
Herbert Marcuse versus Jürgen Habermas
1. 0 Einführung
Herbert Marcuse war Mitglied der Frankfurter Schule und einer der wichtigsten Vertreter der Kritischen Theorie. Nach Horkheimer begreift sich die Kritische Theorie als eine praktische Philosophie, die die menschliche Emanzipation in der Gesellschaft zum Ziel hat. In diesem Sinn kann Habermas als Vertreter der Kritischen Theorie der zweiten Generation bezeichnet werden. Diese hat mit der ersten nichts zu tun und weicht sehr stark von ihr ab. Daher kann eine Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas aus verschiedenen theoretischen Aspekten von Interesse sein. Zentral für eine solche Auseinandersetzung, die zu Differenzen führt, sind die Begriffe wie Wahrheit und Vernunft, Arbeit und Sprache und Wissenschaft und Technik.
Herbert Marcuses Emanzipationstheorie deutet auf eine radikale Veränderung, die einen qualitativen Sprung darstellen soll. Hinsichtlich dieser Radikalität stellt sich Marcuse die Frage, ob die menschliche Natur mit einer radikal emanzipierten Gesellschaft vereinbar ist. Diese Frage beantwortet er mit Hilfe der von Freudschen Metapsychologie, so daß seine Theorie als eine Synthese von Marx und Freud bezeichnet werden kann.
Kunst und Ästhetik spielen bei Marcuse eine besondere Rolle, da sich in diesen Bereichen die Triebstrukturen der Menschen, die sich erst in der befreiten Gesellschaft vollständig realisieren, am transparentesten zu sehen sind. In diesem Zusammenhang verknüpft er die Kunst mit dem Eros, was den Lebenstrieb und das Streben nach dem Schönen beschreibt.
Marcuse unterscheidet zwischen Realitätsprinzip und Leistungsprinzip. Das Realitätsprinzip ist die Gesamtsumme der Normen und Werte, die das Verhalten in einer gegebenen Gesellschaft bestimmen, verkörpert durch deren Institutionen, menschlichen Beziehungen usw. Das Leistungsprinzip ist die heute vorherrschende historische Form des Realitätsprinzips. In der spätkapitalistischen Gesellschaftsformation hat das Leistungsprinzip einen zusätzlichen Aspekt der Unterdrückung. Diese wird durch Beschränkungen verursacht, die wegen der sozialen Herrschaft notwendig gewordenen sind. Diese beiden Prinzipien können nach Abschaffung der zusätzlichen Unterdrückung zusammenfallen.
Habermas stellt die Frage nach der normativen Basis der kritischen Theorie und sieht den Ursprung der Vernunft in der Kommunikation. Unter Kommunikation versteht er eine vermittelte Interaktion von mindestens zwei Individuen. Habermas versucht, durch rationale Unterscheidung zwischen Lebenswelt und Sprechakt auf der einen Seite und Sprechakt und Gesellschaft auf der anderen Seite, die normative Voraussetzung seiner Theorie zu finden. Bei einer Verständigung zwischen Sprecher und Hörer über etwas in der Welt, wird ihrer Kommunikation ein gemeinsames unterstelltes System von Welten und Geltungsansprüchen zugrundelegt. Dies wird in Sprechakten zum Ausdruck gebracht. Die objektive Welt mit der Wahrheit als Geltungsanspruch hat einen konstativen Sprechakt, während die innere Welt bzw. die soziale Welt mit dem Geltungsanspruch der Wahrhaftigkeit bzw. der Richtigkeit einen expressiven bzw. regulativen Sprechakt besitzen. Diese Geltungsansprüche werden zugleich thematisiert.
In der vorliegenden Arbeit werden wichtige Diskrepanzen zwischen Habermas und Marcuse dargestellt.
2.0 Vernunft und Wahrheit
Nach Marcuse ist Vernunft etwas, das in den Trieben sitzt, " ... in dem Drang erotischer Energie, die Destruktion aufzuhalten... Der Vernunftbegriff steckt in der Triebstruktur insofern, als Eros identisch ist mit dem Streben, destruktive Energie zu bändigen." [PPP-JH-S-287]
Es ist gesunder Menschenverstand und Menschentrieb zu wissen, ob etwas vernünftig ist. Jeder Mensch ist in der Lage nach seiner Triebstruktur etwas gutes von etwas schlechtem zu unterscheiden und nach einem guten Leben zu streben. In der Triebstruktur sind die grundlegenden Tendenzen und Interessen vorhanden. Infolgedessen ist es möglich in einer gegebenen Situation zu bestimmen, was das allgemeine Interesse ist. Dieses wird durch die Ideologie der herrschenden Klasse charakterisiert. Solch ein allgemeines Interesse kann jedem, welcher der Sprache fähig ist, theoretisch demonstriert werden. [PPP-JH-S291] Marcuse bewegt sich innerhalb der von Horkheimer aufgestellten instrumentellen Vernunft.
In diesem Begriff wird der Aspekt der vernünftigen Bestimmung von Zwecken ausgeblendet. Die Vernunft dient somit nur der Selbstbestimmung des Individuums. Sie lässt keine rationale Wahl mehr zu. Eine solche Selbsterhaltung wird durch die Bereitstellung bestimmter Mitteln realisiert, wodurch sie selbst zu einem bloßen Mittel instrumentalisiert wird.
Habermas kritisiert die Haltung Marcuses, welche die idealistische Herkunft des Vernunftbegriffs leugnet und in den Kontext der Freudschen Triebtheorie setzt. Für ihn hat die Vernunft ihren Ort in der Kommunikation. Er stellt die funktionalistische Vernunft der instrumentellen gegenüber. Demnach sind gewisse Vernunftgegenstände nicht Realitäten, sondern nur Funktionen der Kommunikation und der Sprache. Der intuitive Begriff von Vernünftigkeit liegt allein in der Verständigung, nicht aber in unserer Interessenstruktur.
Nach Freud hatte der Eintritt des Menschen in die Kultur und die Gesellschaft die Ersetzung des Lustprinzips durch das Realitätsprinzip zur Folge. Die bedeutet einen Wandel im menschlichen Verhalten. Marcuse addiert noch eine historische Komponente dazu und charakterisiert die Triebstruktur durch zwei Prinzipien: Realitätsprinzip und Leistungsprinzip. Das Realitätsprinzip ist "die Gesamtsumme der Normen und Werte, die das Verhalten in einer gegebenen Gesellschaft beherrschen, verkörpert in deren Institutionen, menschlichen Beziehungen usw." [ZM-HM-S9]
Das Leistungsprinzip ist die in der heutigen Zeit "vorherrschende historische Form des Realitätsprinzips" [TG-HM-S38] Die Dynamik dieser beiden Prinzipien strebt zur Emanzipation der erotischen Energie, was die Vernünftigkeit bedeutet. Von dem Begriff der Triebstruktur geht Marcuse zum Wahrheitsbegriff über: "Wie immer man Wahrheit und Objektivität definiert, sie bleiben auf die menschliche Triebkraft von Theorie und Praxis bezogen und auf deren Fähigkeit, die Welt zu begreifen und zu verändern. Diese Fähigkeit wiederum hängt von dem Umfang ab, in dem die Materie als das anerkannt und verstanden wird, was sie in allen besonderen Formen ist. In dieser Hinsicht ist die zeitgenössische Wissenschaft von unermeßlich größerer objektiver Gültigkeit als ihre Vorgängerinnen." [EM-HM-S180]
Marcuse faßt Wahrheit als mögliche objektive Zustände. Diese Objektivität hat zwei Realitätsschichten: "1. Die physische (natürliche) Struktur der Materie und 2. Die Form, welche die Materie in der kollektiven geschichtlichen Praxis erlangt hat, die sie (die Materie) zu Objekten für ein Subjekt gemacht hat." [EM-HM-S230] Er formuliert weiterhin die Kriterien für objektive geschichtliche Wahrheit als die Kriterien seiner Rationalität:"1) Der transzendente Entwurf muß mit den realen Möglichkeiten übereinstimmen, die auf dem erreichten Niveau der materiellen und geistigen Kultur offen sind. 2) Um die je bestehende Totalität als falsch zu erweisen, muß der transzendente Entwurf seine eigene höhere Rationalität in dem dreifachen Sinne belegen, daß er a) die Aussicht bietet, die produktiven Errungenschaften der Zivilisation zu erhalten und zu verbessern; b) die bestehende Gesellschaft in ihrer Wesensstruktur, ihren Grundtendenzen und - beziehungen bestimmt; c) der Verwirklichung einer Befriedigung des Daseins eine größere Chance bietet im Rahmen von Institutionen, die der freien Entwicklung der menschlichen Bedürfnisse und Anlagen eine größere Chance bieten." [EM-HM-S232]
Habermas faßte im Gegensatz dazu die Wahrheit als Eigenschaft von Sätzen auf und stellte universelle Geltungsansprüche auf. In seiner Theorie des kommunikativen Handelns bestehen vier universale Geltungsansprüche, die jede Aussage implizit beinhalten muß, damit es zu einer Einigung kommen kann: Verständlichkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit.
Zusammen mit der funktionalistischen Vernunft- Konzeption der idealen Sprechsituation wird den universellen Geltungsansprüchen Rechnung getragen. Dieser Diskurs der idealen Sprechsituation hat für Habermas nicht nur einen semantischen Wert, sondern ist das Mittel der Wahrheitsfindung, die zu einer Konsensustheorie der Wahrheit führt. "Die Bedingung für die Wahrheit von Aussagen ist die potentielle Zustimmung aller anderen" [WT-HF-S219] Aufgrund dieser Konsensustheorie ist ein wahrer Konsensus immer rational motiviert und allein die Argumentation ist für den Wahrheitswert entscheidend. " Dieser gilt als Wahrheitskriterium, aber der Sinn von Wahrheit ist nicht der Umstand, daß überhaupt ein Konsensus erreicht wird, sondern: daß jeder Zeit und überall, wenn wir nur in einen Diskurs eintreten, ein Konsensus unter Bedingungen erzielt werden kann, die diesen als begründeten Konsensus ausweisen" [WT-HF-S239] .
Marcuse sieht im Gegenteil eine Wahrheitstheorie der Sätze als banal und sucht den Wahrheitsbegriff in Zuständen des wirklichen Lebens.
Die Wahrheitstheorien von Marcuse und Habermas können vielleicht innerhalb einer bipolaren Wahrheitstheorie vereinigt werden. Nach diesem Wahrheitsmodell ist die Struktur des Wahrheitsbegriffs durch eine Bipolarität gekennzeichnet: "einerseits meint Wahrheit einen Geltungsanspruch, andererseits das Sichverhalten der Sache selbst (die Offenbarkeit der Sache selbst). Die integrale Struktur der Wahrheit bildet die Einheit dieser Biopolarität." [W-BPS1653]
In der Aussage "P ist wahr" ist diese Bipolarität anschaulich, wenn wir denken, daß P unabhängig von dem Satz "P ist wahr" wahr oder falsch sein kann, je nachdem, ob P auf den betreffenden Gegenstand objektiv zutrifft oder nicht. Auf der anderen Seite, stecken in dem Ausdruck "P ist wahr" die Geltungsansprüche, die den Wahrheitsgehalt des Satzes bestimmen können.
3.0 Arbeit und Sprache
Marcuse (und die Kritische Theorie) relativiert die historisch materialistischen Betrachtungen von Marx, in denen die Arbeit geschichtlich und nach Kategorien der Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse gedeutet wird. Nach Marcuse ist die Rationalität der Beziehung zwischen dem Handeln des Einzelnen und der Gesellschaft der einzige Sinn der Arbeit.
"Der maschinelle Prozeß im technischen Universum zerstört die innerste Privatsphäre der Freiheit und vereinigt Sexualität und Arbeit in einem unbewußten, rhythmischen Automatismus - ein Prozeß, der dazu parallel läuft, daß die Beschäftigungen einander ähnelt werden." [EM-JM-S47]
Folge dieser quantitativen Änderung des Charakters der grundlegenden Produktionsinstrumente ist, daß sich die Zahl nicht in der Produktion tätiger Arbeiter erhöht. Die Maschine setzt ihre umfassende Herrschaft über das Individuum durch, womit die "berufliche Autonomie" des Arbeiters abgebaut wird.
Marx beschreibt in seinem " Das Kapital" ausführlich den Prozeß der entfremdeten Arbeit. Für den Arbeiter ist kein Interesse mehr an der Zielproduktion seiner Arbeit vorhanden, da er in seiner Arbeit keine Autonomie besitzt und als Glied eines Arbeitsnetzes betrachtet wird, wodurch er mit den anderen Arbeitsarten in Verbindung kommt. Der Arbeiter hat keine Interesse und Wissen mehr, was die Endproduktion seiner Arbeit anbelangt, da diese selbst zur Ware geworden ist. Marcuse akzeptiert im Grunde diese Marxsche Theorie der vom Individuum entfremdeten Arbeit, jedoch widerspricht er Marx darin, daß, diese entfremdete Arbeit selbst, nicht zum Objekt (oder zur Ware, wie Marx es beschreibt), sondern zu einem unabhängigen, produzierenden Objekt und damit selbst zu einem Subjekt wird. [EM-HM-S57].
Er kritisiert weiterhin die Marxsche Deutung der Arbeit:
"Dieser technologische Wandel, der dazu tendiert, die Maschine als individuelles Produktionsinstrument zu beseitigen, als absolute Einheit, scheint den Marxschen Begriff der organischen Zusammensetzung des Kapitals und mit ihm die Theorie der Mehrwertbildung ungültig machen. Nach Marx erzeugt die Maschine niemals Wert, sondern überträgt lediglich ihren eigenen auf das Produkt, während der Mehrwert das Ergebnis der Ausbeutung lebendiger Arbeit bleibt. Die Maschine ist die Verkörperung menschlicher Arbeitskraft, und vermittels ihrer erhält sich die vergangene (tote) Arbeit und bestimmt die lebendige. Nun scheint die Automation das Verhältnis von toter und lebendiger Arbeit qualitativ zu ändern; sie strebt dem Punkt zu, wo die Produktivität durch die Maschinen bestimmt wird und nicht durch die individuelle Arbeitsleistung. Überdies wird gerade deren Messung unmöglich." [EM-HM-S48]
Nach Marcuse verändert der in Folge der Automation veränderte Charakter von Arbeit und Produktionsinstrumenten, die Haltung und das Bewußtsein des Arbeiters. Die Haltung von Marx, daß es sich hierbei nur um eine Änderung des Bewußtseins handelt, was (wie beschrieben) zur entfremdeten Arbeit führt, scheint für Marcuse inkonsequent, wenn man diese Änderung im "gesellschaftlichen Sein" nicht annimmt: "Selbst wenn ein hoher Grad ideologischer Unabhängigkeit unterstellt wird, widersetzen sich die Glieder, die diese Änderung mit der Umgestaltung des Produktionsprozesses verknüpfen, einer solchen Interpretation. Angleichung von Bedürfnissen und Wünschen im Lebensstandard, in der Freizeitgestaltung, in der Politik, leitet sich her von einer Integration in der Fabrik selbst, im materiellen Produktionsprozeß."[EM-HM-S50]
Zusammengefaßt versucht Marcuse den marxistischen Arbeitsbegriff durch Subjektivierung auf der einen Seite und Sozialisierung auf der anderen Seite wiederzugeben und so zu verändern, daß er dem gesamten Marx- Freudschen Konzept angepaßt ist.
Für Habermas ist dagegen diese Interpretation von Arbeit philosophisch gesehen wenig fundiert. Aber bevor einer Gegenüberstellung zur Habermas- Theorie, ist es zweckmäßig einen Blick auf die Rolle der Sprache in der Theorie von Marcuse zu werfen.
Im allgemeinen hat sich die Kritische Theorie wenig mit der Sprache beschäftigt. Der Grund hierfür liegt darin, daß nach Auffassung der Kritischen Theorie, der Prozeß der Arbeitsentwicklung bestimmend für die Sprache ist. In der Sprache herrscht eine Zweidimensionalität: einerseits eine dialektische Denkweise und andererseits technologisches Verhalten oder gesellschaftliche Denkgewohnheiten. " Im Ausdruck dieser Denkgewohnheiten verschwindet allmählich die Spannung zwischen Erscheinung und Wirklichkeit, Faktum und Faktor, Substanz und Attribut. Die Elemente der Autonomie und Entdeckung, des Beweises und der Kritik weichen der Beziehung, Behauptung und Imitation. Magische, autoritäre und rituelle Elemente durchdringen das Sprechen und die Sprache, ".... Die Begriffe, in denen die Tatsachen erfaßt und damit transzendiert werden, verlieren ihre authentische sprachliche Repräsentanz.... Diese Identifikationen, die als ein Zug des Operationalismus erscheinen, kehren als Züge des Sprechens im gesellschaftlichen Verhalten wieder. Dabei hilft die Funktionalisierung der Sprache, nonkonformistische Elemente aus der Struktur und Bewegung des Sprechers zu verdrängen... die Gesellschaft drückt ihre Bedürfnisse direkt im sprachlichen Material aus... " [EM-HM-S104]
Die technische Entwicklung und Arbeitsprozesse in der Gesellschaft bestimmen die Gestalt der herrschenden Sprache. Dabei betrachtet Marcuse die Struktur der Umgangssprache: wie Gegensätze, Abkürzungen, Bindestrichen durch die technisierte Welt beeinflußt sind. Die Verwendung von Abkürzungen gibt der Sprache einen "sanktionierten" Stil,, sodaß sie eine überwältigende Konkretheit in Anspruch nimmt. Diese Form der Konkretheit kommt auch durch Bilder zustande. "Diese Sprache, die den Menschen unausgesetzt Bilder aufnötigt, widersetzt sich der Entwicklung und dem Ausdruck von Begriffen. In ihrer Unmittelbarkeit und Direktheit behindert sie begriffliches Denken und damit das Denken selbst. Denn der Begriff identifiziert das Ding und seine Funktion nicht." [EM-HM-S114] Dieser operationelle und technologische Begriff schließt die begriffliche Intention aus, die sich einer solchen Auflösung widersetzt. "Bevor er operationell gebraucht wurde, vereinte der Begriff die Identifikation des Dings mit seiner Funktion; er unterschied, was das Ding ist, von den zufälligen Funktionen des Dings in der bestehenden Wirklichkeit. .. die funktionalisierte, abgekürzte und vereinheitlichte Sprache ist die Sprache des eindimensionalen Denkens." [EM-HM-S114]
Die funktionale Sprache, die in einer technisierten Gesellschaft höchste Wichtigkeit besitzt, ist eine antikritische und antidialektische Sprache. "In ihr verschlingt die operationelle verhaltensmäßige Rationalität die transzendenten, negativen und oppositionellen Elemente der Vernunft." [EM-HM-S116] Marcuse spricht weiterhin vom zweidimensionalen sprachlichen Universum des kritischen und abstrakten Denkens das durch die Spannung zwischen den Elementen "Sein" und "Sollen", Wesen und Erscheinung, Potentionalität und Aktualität ständig aufrechterhalten bleibt. Die beiden Dimensionen sind antagonistisch und die Realität hat an beiden teil. Eine weitere geschichtliche Dimension, die unterdrückt wird, kommt durch die Entwicklung des dialektischen Denkens zustande. "Die Unterdrückung dieser Dimension im gesellschaftlichen Universum operationeller Rationalität ist eine Unterdrückung der Geschichte, und das ist keine akademische, sondern eine politische Angelegenheit ... Ein Universum der Sprache, worin die Kategorien der Freiheit mit ihrem Gegenteil austauschbar, ja identisch geworden sind, praktiziert nicht nur eine Orwellsche oder Äsopische Sprache, sondern verdrängt und vergißt die geschichtliche Realität.... Die funktionale Sprache ist eine radikal antihistorische Sprache: die operationelle Rationalität hat für historische Vernunft wenig Raum und Verwendung." [EM-HM-S117]
Nun wenden wir uns der Theorie des kommunikativen Handelns von Habermas und den Begriffen Arbeit und Sprache in dieser Theorie zu.
Er kritisiert in seinem Werk "Erkenntnis und Interesse" ebenfalls (wie die Kritische Theorie) die materialistisch- reduktionistische Haltung von Marx, und stellt wie Marcuse die Anthropologie in den Vordergrund.
"Der instituitionelle Rahmen, der sich gegen eine neue, durch den Fortschritt der als Produktivkraft etablierten Wissenschaft allerdings sollizierte Stufe der Reflexion sperrt, ist nicht unmittelbar Ergebnis eines Arbeitsprozesses. Er ist vielmehr als eine zur Abstraktion erstarrte Lebensform zu begreifen ... als eine Gestalt des erscheinenden Bewußtseins." [EI-JH-S70]
Habermas stellt seine Theorie auf zwei Emanzipationsprozesse in der Gesellschaft: äußere und eigene Natur. "Die Synthesis der Arbeit vermittelt das gesellschaftliche Subjekt mit der äußeren Natur als ihrem Objekt. Aber dieser Vermittlungsprozeß ist verschränkt mit einer Synthesis durch Kampf, welche ihrerseits zwei einander zum Objekt machende Teilsubjekte der Gesellschaft, nämlich soziale Klassen, vermittelt " .... Die Synthesis durch Arbeit stellt eine theoretisch- technische, die durch Kampf eine theoretisch- praktische Beziehung zwischen Subjekt und Objekt her." [EI-JH-S77]
Damit ist die Behandlung des Arbeitsbegriffs bei Habermas viel distanzierter zu Marx als die bei der Kritischen Theorie oder Marcuse. Arbeit ist für Habermas ein zweckrationales Handeln. Darunter versteht er entweder instrumentales Handeln oder rationale Wahl oder eine Kombination von beiden. "Instrumentales Handeln richtet sich nach technischen Regeln, die auf empirischem Wissen beruhen." [TW-JH-S62] Damit liefert Habermas eine rationale Basis, die viel tiefer geht als bei Marcuse. "Das Verhalten rationaler Wahl richtet sich nach Strategien, die auf analytischem Wissen beruhen ... Zweckrationales Handeln verwirklicht definierte Ziele unter gegebenen Bedingungen ... während instrumentales Handeln Mittel organisiert, die angemessen oder unangemessen sind nach Kriterien einer wirksamen Kontrolle der Wirklichkeit, hängt das strategische Handeln nur von einer konkreten Bewertung möglicher Verhaltensalternativen ab, die sich allein aus einer Deduktion unter Zuhilfenahme von Werten und Maximen ergibt. " [TW-JH-S62]
Der wesentliche Unterschied zwischen Marcuse und Habermas ist in ihrer Betrachtung der Sprache zu sehen. Während für Marcuse die Sprache der Arbeit untergeordnet ist und er Marx damit näher ist, versucht Habermas in seiner Theorie die beiden, Sprache und Arbeit, zu trennen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden.
"Habermas ist der Überzeugung, daß in der Sprache kulturelle Selbstverständlichkeiten, lebensweltliches Hintergrundwissen und unsere moralischen Überzeugungen konserviert sind, auf die wir uns als moralisch Handelnde - meist unbewußt - beziehen. Darum sucht er die in der Sprache enthaltene normative Voraussetzung für unser alltägliches und wissenschaftliches Erkennen und Handeln aufzudecken." [JH-DH-S45]
Er unterscheidet zwischen zweckrationalem Handeln und kommunikativem Handeln. " Mit dem Begriff des kommunikativen Handelns kommt die weitere Voraussetzung eines sprachlichen Mediums zum Zuge, in dem sich die Weltbezüge des Aktors als solche spiegeln." [TkH-JH-B1-S141]
Unter kommunikativem Handeln versteht Habermas eine symbolisch
vermittelte Interaktion, die sich nach obligatorisch geltenden
Normen richtet. Diese geltenden Normen definieren " die reziproken
Verhaltenserwartungen", die von mindestens zwei handelnden
Subjekten verstanden und anerkannt werden müssen.
Somit stellt Habermas die gesellschaftlichen Normen
den technischen Regeln gegenüber. Diese Unterscheidung erfolgt
nach verschiedenen handlungsorientierten Regeln. In der
Definitionsebene haben die technische Regeln eine kontextfreie
Sprache, die gesellschaftliche Normen enthalten aber eine
intersubjektiv geteilte Umgangssprache.
"Während die Geltung technischer Regeln und Strategien von der
Gültigkeit empirisch wahrer oder analytisch richtiger Sätze abhängt,
ist die Geltung gesellschaftlicher Normen allein in der
Intersubjektivität der Verständigung über Intentionen gesichert. In
beiden Fällen hat die Regelverletzung verschiedene Folgen. Ein
inkompetentes Verhalten, das bewährte technische Regeln oder
richtige Strategien verletzt, ist per se durch den Mißerfolg zum
Versagen verurteilt; die "Strafe" ist sozusagen in das Scheitern an
der Realität eingebaut. Ein abweichendes Verhalten, das geltende
Normen verletzt, löst Sanktionen aus, die nur äußerlich, nämlich
durch Konvention, mit den Regeln verknüpft sind. Gelernte Regeln
zweckrationalen Handelns statten uns mit der Disziplin von
Fertigkeiten, verinnerlichte Normen mit der von
Persönlichkeitsstrukturen aus. Fertigkeiten setzen uns instand,
Probleme zu lösen, Motivationen erlauben uns, Normenkonformität
zu üben." [TW-JH-S63]
Anhand dieser beiden Handlunstypen unterscheidet Habermas, die gesellschaftlicher Systeme und Subsysteme nach Überwindungsstärke des zweckrationalen oder kommunikativen Handelns.
Er unterscheidet auf analytischer Ebene allgemein zwischen " 1. dem institutionellen Rahmen einer Gesellschaft oder der soziokulturellen Lebenswelt und 2. den Subsystemen zweckrationalen Handelns, die darin eingebettet sind. Soweit Handlungen durch den institutionellen Rahmen determiniert sind, werden sie durch sanktionierte und wechselseitig verschränkte Verhaltenserwartungen zugleich dirigiert und erzwungen. Soweit sie durch Subsysteme zweckrationalen Handelns bestimmt sind, folgen sie den Mustern instrumentalen oder strategischen Handelns. Eine Garantie, daß sie mit hinlänglicher Wahrscheinlichkeit bestimmten technischen Regeln und erwarteten Strategien folgen, kann freilich immer nur durch Institutionalisierung erreicht werden." [TW-JH-S65]
Auf der gattungsgeschichtlichen Ebene unterscheidet Habermas ebenfalls zwischen System und Lebenswelt, die als zwei verschiedene Entwicklungsreihen in der Gesellschaft existieren.
Der Begriff Lebenswelt ist eine Ergänzung zum kommunikativen Handeln. " Kommunikativ handelnde Subjekte verständigen sich stets im Horizont einer Lebenswelt. Ihre Lebenswelt baut sich aus mehr oder weniger diffusen, stets unproblematischen Hintergrundüberzeugungen auf. Dieser lebensweltliche Hintergrund dient als Quelle für Situationsdefinitionen, die von Beteiligten unproblematisch vorausgesetzt werden. Bei ihren Interpretationsleistungen grenzen die Angehörigen einer Kommunikationsgemeinschaft die eine objektive Welt und ihre intersubjektiv geteilte soziale Welt gegen die subjektiven Welten von Einzelnen und (anderen) Kollektiven ab. Die Weltkonzepte und die korrespondierenden Geltungsansprüche bilden das jeweils problematischen, d.h. einigungsbedürftigen Situationskontexte in ihre als unproblematisch vorausgesetzte Lebenswelt einordnen. Die Lebenswelt speichert die vorgetane Interpretationsarbeit vorangegangener Generationen; sie ist das konservative Gegengewicht gegen das Dissensrisiko, das mit jedem aktuellen Verständigungsvorgang entsteht." [TkH-JH-B1-S107]
4.0 Technik und Rationalität
Max Weber untersuchte mit dem Begriff "Rationalität" das Phänomen der Herrschaft im kapitalistischen Gesellschaftssystem. Damit nimmt er unterhalb des sozialen Handelns eine anthropologische Basis an. Er sieht hinter dem Verhalten der Individuen und Kollektive eine geistige Ursache am Werk, nämlich den "Sinn" und die Motive der Akteure. Hinter dem Sinn wiederum steht ein "Dämon", der seines "Lebens Fäden hält". Schwer begreifliche Dämonen sind somit die Quelle von sozialen Handlungen. [MW-VH-S25]
Die Verwendung von Technik ist eine soziale Handlung, die vom Individuum verursacht wird. Diese soziale Handlung führt zur Herrschaft von Technik in einer industrialisierten Gesellschaft. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied: Für Marcuse ist nicht die Verwendung von Technik sondern die Technik selbst die Herrschaft. In der sozialen Handlung des Individuums steckt nur das Interesse die Technik als ganzes zu erweitern und zu erhalten. In diesem Sinn ist zweckrationales Handeln die Ausübung von Kontrolle.
"Marcuse zufolge sind Technik und Wissenschaft in den industriell fortgeschrittensten Ländern nicht nur zur ersten Produktivkraft geworden, die das Potential für eine befriedigte Existenz bereitstellt, sondern auch zu einer neuen Form von Ideologie, die eine von den Massen abgeschnittene administrative Gewalt legitimiert." [AHM-TuE- CO-S75]
Die Kritische Theorie steht de Technik skeptisch gegenüber und betrachtet er sie im Grunde genommen negativ. Marcuse schreibt der Technik nicht nur eine repressive, sondern auch eine befreiende Rolle zu. Die Repression der Technik liegt in der Entprivatisierung der Freizeit, "in der beinahe unterscheidbaren Verschmelzung von konstruktiver und destruktiver gesellschaftlicher Arbeit", der die Individuen unter den Produktions- und Verteilungssystemen in der spätkapitalistischen Gesellschaft unterworfen sind.
Die befreiende Dimension der Herrschaft von Technik ist ein geschichtlicher Prozeß, der die befreiende Potentialität in der Bewusstsein mit sich bringt. "In dem Maße, wie das Bewusstsein durch die Erfordernisse und Interessen der bestehenden Gesellschaft bestimmt wird, ist es "unfrei" ; in dem Maße, wie die bestehende Gesellschaft irrational ist, wird das Bewusstsein nur im Kampf gegen sie frei für die höhere geschichtliche Rationalität." [EM-HM-S234]
Die repressive Dimension der Herrschaft von Technik kann infolge der ständig wachsenden Produktivität und des steigenden Komforts aus dem Bewußtsein der Bevölkerung verschwinden.
In einer Gesellschaft, in der Technik alles kulturelle, politische und wirtschaftliche in sich aufnimmt, ist die technische Rationalität bereits zur politischen Rationalität geworden. Dies ist jedoch für die Produktivität und Stabilität der Gesellschaft notwendig.
Marcuse betrachtet bestimmte qualitative Veränderungen in der eindimensionalen Industriegesellschaft, woraus sich die Rationalität ergibt. Die technische Rationalität wird zur Herrschaftsform der Gesellschaft: Technik ist in diesem Zustand nicht mehr eindeutig dem partikularen Interesse an der Verwertung von Kapital untergeordnet; "ökonomische Ausbeutung wird tendenziell von abstrakter totalitärer Kontrolle abgelöst." [AHM-TuE- CO-S75]
Charakteristisch für diese technologische Herrschaft ist, daß die Bürokratie und Technologie aus der Steuerung durch partikuläre Interessen entlassen und selbst zu Herrschaftsinstanzen geworden sind. Für diese Diagnose finden sich bei Marcuse verschiedene systematische Argumente: zum einen ist die wissenschaftliche Rationalität zur Organisation der Herrschaft geworden. Nicht erst die konkreten Verwendungszwecke, sondern die ersten Anfänge der Produktion von Technologie auf der Ebene wissenschaftlicher Grundlagenforschung sind von inhumanem Verwaltungs- und Manipulationsdenken infiziert. Marcuse spricht von "Technik der Befreiung", vom revolutionären Bewusstsein der technischen Intelligenz. Zum anderen konstituieren rationale Naturbeherrschung und bürokratische Kontrolle des Arbeitsprozesses das "glückliche Bewusstsein" eine nahezu oppositionsfreien Gesellschaft. [s. AHM- TuE- Co- S75-81]
Habermas betrachtet die Natur als Gegenspieler, der einem Raum von Handlungsstrukturen gehört. In diesem Raum werden Interaktionen sprachlich vermittelt. Der erweiterte Begriff der Rationalität bei Habermas steckt in seinem kommunikativen Charakter. Er unterscheidet zwischen zwei Handlungstypen: Technik und Norm. Gesellschaftliche Normen werden auf der Ebene der Umgangssprache definiert, die immer das Risiko von Missverständnissen beinhalten. Technische Regeln produzieren hingegen einen Typus von künstlicher Sprache, der technischen Begriffe beinhaltet. Norm und Technik haben einen unterschiedlichen Rationalitätsgehalt: Während die Normen für soziale Verständigung sorgen, erweitert die Technik ihre Verfügungsgewalt über Natur und Mensch. Weiterhin unterscheidet Habermas die gesellschaftlichen Bereiche, in denen diese Handlungstypen vorherrschen. Er spricht von "sozialkultureller Lebenswelt" und "Subsystemen zweckrationalen Handelns". Die Familie gehört z.B. der Domäne des kommunikativen Handelns an, während die Fabrik zur Domäne des zweckrationalen Handelns gehört.
Habermas betrachtet die gesellschaftliche Entwicklung, im Unterschied zu Marcuse, nicht in einer Dimension der technischen Rationalisierung, sondern seine Gesellschaftstheorie ist zweidimensional. Eine " Gesellschaft kommt für Habermas nicht nur durch das blinde Wirken von Marktgesetzen und wissenschaftlichen Imperativen zustande, sondern eben auch durch das tendenziell bewusste, an Normen und soziokulturellen Traditionen orientierte "kommunikative" Handeln ihrer Mitglieder... die theoretische Möglichkeit, eine Gesellschaft mit diesem doppelten Blick zu betrachten, ist überhaupt erst mit der modernen, bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft entstanden" [KTdG-HD-S98]
Zusammenfassung
Ein Zusammenfassender Vergleich zwischen Marcuse und Habermas im Rahmen ihrer theoretischen Betrachtungen führt uns zu folgenden Fakten:
1) Marcuse:
- Vernunft als Instrument des Individuums (instrumentelle Vernunft)
- Rationalisierung der Arbeit im Marxschen Sinn
- Entfremdete Arbeit: Arbeit wird selbst zum Subjekt
- Sprache ist durch Arbeit überdeterminiert.
- Die Spaltung der Sprache infolge der technischen Entwicklung: begriffliche (begriffliches Denken) und funktionale (antikritische und antidialektische) Sprache
- Die Natur als Raum der möglichen Zuständen
- Eindimensionale Gesellschaftstheorie innerhalb des Seins.
2) Habermas:
- Vernunft ist eine Funktion der Kommunikation und Sprache (funktionalistische Vernunft)
- Arbeit ist zweckrationales Handeln
- Arbeit entweder als instrumentales Handeln oder als rationale Wahl oder als eine Kombination von beiden.
- Instrumentales Handeln erfolgt nach technischen Regeln, die aus empirischem Wissen stammen.
- Rationale Wahlen sind Strategien, die aus analytischem Wissen stammen.
- Trennung zwischen Arbeit und Sprache
- Unterscheidung zwischen zweckrationalem Handeln und kommunikativem Handeln: Kommunikatives Handeln ist an ein sprachliches Medium gebunden.
- Kommunikatives Handeln ist eine symbolisch vermittelte Interaktion, die sich nach geltenden Normen richtet.
- System und Lebenswelt als zwei verschiedene Entwicklungsreihen.
- Die eindimensionale Gesellschaft von Marcuse erhält damit eine weitere Dimension: die Lebenswelt.
- Die Natur als Gegenspieler, der einem Raum von Handlungsstrukturen gehört.
- Zweidimensionale Gesellschaftstheorie
Literaturverzeichnis
[PPP-JH] Philosophisch-politische Profile, J. Habermas, Suhrkamp, dritte Auflage 1998
[TG-HM] Triebstruktur und Gesellschaft, H. Marcuse, Suhrkamp 1979
[ZM-HM] Zeitmessungen, H. Marcuse, Suhrkamp 1975
[EM-HM] Der eindimensionale Mensch, H. Marcuse, dtv 1998
[WT-HF] Wahrheitstheorien, Helmut Fahrenbach, Neske 1973
[W-BP] Wahrheitstheorien, L.Bruno Puntel in Handbuch philosophier Grundbegriffe, Kösel 1974
[EI-JH] Erkenntnis und Interesse, Suhrkamp 1994
[TW-JH] Technik und Wissenschaft als Ideologie, J. Habermas, Suhrkamp 1971
[TkH-JH] Theorie des kommunikativen Handelns Band 1 & 2, J. Habermas, Suhrkamp 1999
[JH-DH] Jürgen Habermas, Detlef Horster, Junius 1999
[MW-VH] Max Weber, Volker Heins, Junius 1990
[AHM-TuE-CO] Technik und Eindimentionalität, Claus Offe, in Antworten auf Herbert Marcuse, J. Habermas, Suhrkamp 1969
[KTdG-HD] Kritische Theorie der Gesellschaft, Helmut Dubiel, Juventa 1992
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