1          Politische Philosophie  1

2          Grundzüge der Philosophie Vom Körper 8

2.1       Von Ort und Zeit 8

2.2       Von Körper und Accidenz  10

2.3       Von Ursache und Wirkung  14

2.4       Von Möglichkeit und Wirklichkeit 17

2.5       Von Gleichheit und Verschiedenheit 19

3          Literatur: 21

 

1     Politische Philosophie

Ein Philosoph, der zu einer Theorie der Demokratie einen großen Beitrag geleistet hat, ist Thomas Hobbes (1588-1679). Descartes und Hobbes sind zwei zeitgenossische Philosophen, die ihre Gedankengänge in der praktischen Philosophie auseinander gehen. Hobbes widerlegt die Cartesianische Dualismus und glaubt auf die Moralität der Seele. Seine politische Philosophie, beeinflusst von Francis Bacon ist materialistisch. In seiner Zeit erreichte der Machtkampf zwischen Königshaus und Parlament in England  seinen hohen punkt. Daher ist seine politische Philosophie eine Anwendung orientierte Wissenschaft von Staat und Moral.  Descartes Willensfreiheit  entsprach den politischen Verhältnissen einer ungebrochenen Allianz von Königshaus und Kirche, die den Gedanken an wissenschaftlichen Prinzipien der Politik lebensgefährlich machen. Beide (Descartes und Hobbes) gehen von einem Zustand der Herrschaft der Leidenschaften aus, die nach mechanistischen Prinzipien erklärbar ist, für beide ist Vernunft notwendiges Mittel, die Herrschaft der Leidenschaft zu brechen. Für beide ist die größtmögliche Handlungsfreiheit das Ziel. Aber Descartes setzt außer Vernunft noch die Willenfreiheit voraus, während Hobbes einen sozialen Akt darin sieht. Descartes Individuum gewinnt  Seelenstärke, während Hobbes Individuum stärken Staat.

 

 

Nach Hobbes sind die Lage des Individuum im Naturzustand durch zwei Dinge gekennzeichnet: 1) Streben nach Selbsterhaltung 2) Gleichheit. Anders als bei Aristoteles sind bei Hobbes alle gleich, sowohl in den körperlichen als auch in den geistigen Fähigkeiten. Im Naturzustand sind die kollektiven Handlungsprobleme nicht gelöst und Konkurrenz, Mistrauen und Ruhmsucht führt zu Konflikten und Krieg. Naturzustand bei Hobbes ist sowohl ein Gedankenexperiment als auch die Beschreibung des Zustandes, der eintritt, wenn staatliche Konfliktunterdrückung wegfällt. Die Grundsätze der Vernunft als Gesetzt der Natur erbringen die normative Voraussetuzungen des Übergangs vom Natur- in den Zustand staatlicher Herrschaft: 1) Selbsterhaltungspflicht 2) Jedermann soll freiwillig, wenn andere ebenfalls dazu bereit sind, auf seine Rechte auf alles zu verzichten, soweit er dies um des Friedens und der Selbstverteidigung willen für notwendig hält. 3) Abgeschlossene Verträge sind zu halten. Diese Gesetzt gelten im Naturzustand nur idealiter und entwickeln nur eine unzureichende Verpflichtungswirkung. Zur Übereinstimmung und Abschluss der Verträge ist allgemeine Gewalt notwendig. Verträge ohne das Schwert sind bloße Worte. Die Übereinstimmung im Vertrag hat eine Rechtverzicht zugunsten des neu entstehenden Souveräns zur Folge, den Hobbes "Leviathan" und "sterblichen Gott" nennt, der zugleich in der Lage ist, durch Schrecken alle zur Einhaltung des Vertrages zu zwingen.

Das Vertragsmodel von Hobbes kann wie folgt dargestellt werden: Ich autorisiere diesen Menschen oder diese Versammlung von Menschen und übertrage ihnen mein Recht, mich zu regieren, unter der Bedingung dass du ihnen ebenso dein Recht überträgst und alle ihre Handlungen autorisierst. In diesem Vertragsmodel sind keine Minderheitsrechte vorgesehen und der Souverän ist durch keine Gesetze gebunden, daher ist die Staatsauffassung totalitär und autoritär. Der Vertragstyp von Hobbes ist ein Herrschaftsbegründungsvertrag und kein Herrschafts-begrenzungsvertrag. Dieser taucht erst bei Locke auf, die damit die Grundprinzipien liberaler Politik und eines Demokratieverständnisses formuliert hat.

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Machtkampf zwischen Königshaus und Parlament in England  führte zur anwendungsorientierten Wissenschaft von Staat und Moral. Descartes Willensfreiheit:  entsprach den politischen Verhältnissen einer ungebrochenen Allianz von Königshaus und Kirche, die den Gedanken an wissenschaftliches Prinzipien der Politik lebensgefährlich machen.

Beide (Descartes und Hobbes) gehen von einem Zustand der Herrschaft der Leidenschaften aus, die nach mechanistischen Prinzipien erklärbar ist, für beide ist die Vernunft notwendiges Mittel, die Herrschaft der Leidenschaft zu brechen. Für beide ist die größtmögliche Handlungsfreiheit das Ziel.

Descartes setzt außer der Vernunft noch die Willenfreiheit voraus. Hobbes aber setzt, neben der Vernunft, einen sozialen Akt voraus. Während Descartes Individuum Seelenstärke gewinnt und erhält Hobbes Individuum starken Staat. Descartes sagt zum Verhältnis der Individuen zueinander nichts. Er sagt etwas über die subjektive Handlungsfreiheit und die Arten der objektiven Handlungsfreiheit, die mit der Durchsetzung von Absichten gegen den Widerstand von Naturgegenständen zu tun haben, aber nichts über die objektive Handlungsfreiheit, die das Vermögen oder hier besser das Recht der Durchsetzung einer Absicht gegen den Widerstand anderer Individuen ist. Dies Vermögen oder Recht steht aber im Mittelpunkt von Hobbes' Interesse; es ist die Grundlage aller politischen Freiheiten.

 

"Glück ist ein fortgesetzes Fortschreiten des Verlangens von einem Gegenstand zum nächsten .... Und deshalb tendieren die freiwilligen Handlungen und Neigungen aller Menschen nicht nur zum Gewinn, sondern auch zur Sicherung eines zufriedenes Lebens"

Damit ist  die Bedürfnisbefriedigung oder Glück nur durch die Lebenslängliche Sicherung der Befriedigung bestimmter konsistenter Arten des Verlangens oder Interesses denkbar.  So kann die allgemeine Neigung aller Menschen nach Hobbes  zusammengefasst werden: Macht und mehr Macht!  Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen ihre Interessenbefriedigung gegeneinander sichern und nicht (wie Descartes meint) vor der Macht ihrer eigenen Leidenschaften schützen wollen. Für Hobbes wird das Verhalten der Menschen zuerst nicht durch die Gegenstände der Natur bestimmt, sondern durch sein Verhalten zu anderen Menschen, dessen Vergnügen darin besteht sich mit anderen zu vergleichen.  Er kann sich nur für das achten, was auch von den anderen bewundert wird.

Für Hobbes kann so ist und nichts anders sein, während für Descartes sollte es so sein.  Damit steht Hobbes die Moral im Widerspruch. Nach Hobbes liegt die Gleichheit der Menschen in ihren Drohvermögen: Ziel des Handelns ist nicht nur Streben nach Macht und Sicherheit sondern auch Misstrauen. Drei Hauptursachen einer Zielsetzung, die Menschen in eine Lage des Krieges bringen (ein Krieg eines jeden Menschen gegen jeden Menschen) sind nach ihm: Machtkonkurrenz (Competition), Mißtrauen (Difidence) und Ruhmsucht (Glory).

Hobbes untesrcheidet zwei Zustände: Naturzustand gilt als Kontrolle und Begründung, wo die Gesetze des Naturrechtes gelten. In Zivilen oderstaatlichen Zustand gelten positive Gesetze.

 

Dem Naturrecht kann traditionell drei wesentliche Eigenschaften zugeschrieben werden:

1. Maßstab für die Gerechtigkeit positiver Gesetzgebung, 2. Rationalität d.h. jedes vernünftige Wesen erkennbar zu sein, 3. der Natur des Menschen zu entsprechen.

Lust und Unlust sind nur das Empfinden von Verlangen und Abneigung, die Hobbes als materielle Körperbewegungen verstehen will. Gut und böse oder das Kriterium der Moralität sind das  wonach das verlangen strebt und wovor die Abneigung flieht (d.h. allein durch Lebensbewegung bestimmt), deren Erfahrung: Selbsterhaltung ist: eine Handlung oder Institution ist umso besser, je besser ich die Lebensbewegung fördere.

 

Der erste Grundgesetz der Natur lautet nach Hobbes: jeder soll zu Frieden streben, soweit er Hoffnung hat, ihn zu erreichen und wenn er ihn nicht erreichen kann, alle Hilfen und Vorteile des Krieges suchen und nutzen darf.

 

Die Individuen in Hobbes' Naturzustand stehen in derselben Beziehung zueinander wie Individuen im sogenannten Gefangenendilemma: Das Dilemma ist unlösbar solange kein Vertrauen unter Individuen existiert. Wie kann man unter diesen Umständen den Naturzustand verlassen? Hobbes antwortet darauf: entweder freiwillig (moralisch), was beste für alle ist oder gezwungen in Betrachtung der Gesamtsituation. Im Zwang wird Moral ausgeschlossen und die Gleichheit der Individuen im Drohvermögen angenommen. Hobbes schlägt aber eine dritte Möglichkeit vor, da er die beiden Möglichkeiten als unrealistisch hält: eine Kombination der beiden, in der dem Einzelne im Kampf alle gegen alle, für einen Augenblick, eine gewisse Überlegenheit anerkannt wird,  wenn er sie alle zu Frieden zwingt.  D.h. die Macht der Einzelne bekommt durch die Masse Anerkennung und Respekt. Auch in Perspektive des Eigennutzes ist die Anerkennung des Mächtigen vorteilhaft, weil sie die Wahrscheinlichkeit der Durchsetzung eines direkten Friedens erhöht, der durch das Individuum das Beste ist.

 

Freiheit  für Hobbes ist immer Handlungsfreiheit, wie er wiederholt versichert, "die  Abwesenheit äußerer Hindernisse" und mit der Notwendigkeit des Geschehens verträglich: wie beim Wasser, die nicht nur Freiheit sondern aus einer Notwendigkeit abwärts zu fliessen hat....“

 

Im Naturzustand ist keine Institution vorhanden, was eine uneingeschränkte Freiheit bedeutet. Das führt dazu, dass Interessenducksetzungen im Wege stehen und behindert stärker als im politischen Zustand. Daher ist man im Staatenzustand freier als im Naturzustand.

Recht fällt bei Hobbes mit Freiheit zusammen. Verzicht auf Freiheit ist unter der Bedingung (oder in der sicherer Erwartung) dass die anderen auf dieselbe Freiheit und dasselbe Recht verzichten müssen.  Staat gilt als die Institution, die in Furch der Strafe für die Positivierung oder Konkretisierung und Respektierung des Naturrechts sorgt.  Nach Hobbes geht es den Individuen im Staat besser, aber nicht, dass sie den Naturgesetzen im Staat besser folgen, weil sie ihnen unkonditional folgen; denn was die Naturgesetze verlangen, ist eben nur ihre konditionale Befolgung.  Weil das Individuum sein Ursprüngliches Recht" nur im Staat behaupten kann, setzt erst der Staat auch nach Hobbes das Naturrecht in positiver Form durch. Das ursprüngliche Recht ist das Recht auf die Durchsetzung solcher Interessen und konkreter die Aneignung solcher Dinge, die jeder dann durchsetzen und aneignen kann, wenn jeder auf die uneingeschränkte Freiheit verzichtet.

 

Zweite Naturgesetz nach Hobbes lautet: Nur unter der Bedingung, dass andere ebenso verfahren, das "Recht auf alle Dinge niederzulegen und sich so viel Freiheit gegen andere zu begnügen, wie man anderen gegen sich selbst zugestehen würde". Aber wie viel Freiheit ist es?

Die Schranken der Freiheit sind die Schranken des Eigentums. Das ursprüngliche Recht ist das Recht, in seinem Eigentum respektiert zu werden.

Die Schwierigkeit ist, dass das ursprüngliche Recht Hobbes dazu dient, zu bestimmen, welche Rechte einem Individuum bleiben, wenn alle Individuen auf ihr Recht auf alles verzichten.

Hobbes erlaubt jedoch einen Widerstand gegen Souverän bis zum Kampf mit allen Mitteln.

Dazu existieren folgende Rechte:

1) Wenn Souverän ihm befiehlt sich zu töten, verwunden oder verstümmeln...

2) Aussageverweigerung, wenn er von einer Staatsautorität nach einem von ihm begangenen Verbrechen ohne Garantie seiner Begnadigung befragt wird.

3) gegen Befehle, die das eigene oder das Leben anderer gefährden.

4) Wenn Souverän seinen Zweck Frieden nicht erfüllt.

 

Das Problem dabei ist, dass es keine Institution zum Schutz der Untertanen vorhanden ist und ein solcher Widerstand bleibt eine subjektive Einstellung des Individuums, was ignoriert werden kann.

Hobbes vertritt in vier wesentlichen Punkten eine autoritäre Auffassung: Unteilbarkeit der Regierungsgewalt, der   Unveränderbarkeit der Regierungsform durch die Untertanen, der Bestimmung der Nachfolge durch den Souverän, der staatlichen Zensur von Meinungen und Lehren.

Er hielt den Frieden und den durch ihn ermöglichten Luxus (Gewerbe, Seefahrt, Transport, Literatur ...) für wichtiger als die Freiheit der Meinungsäußerung: Je schwächer die Regierung, desto kürzer der Weg in die Anarchie.

Leviathan bedeutet der sterbliche Gott : Staat ist göttlich, weil er Frieden und Luxus schafft.  Die Zentrale Annahme ist, dass die Menschen dem Elend ihres Naturzustands nur entgehen können, wenn sie durch ein Gewaltmonopol diszipliniert werden.

Hobbes gilt als ein Analysator der Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Individuen, aber kein Analysator der Macht des Staats oder politischer Herrschaft. Erst Locke analysiert die politische Macht und ihre Schranke.

Der Gerechtigkeitsbegriff von Hobbes verträgt nicht mit seiner offiziellen Auffassung der Naturgesetze als Regeln der Selbsterhaltung. Erst der Staat schafft den Begriff und Norm der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist in dem Sinn ein gesellschaftlicher Zustand durch Gesetze und Verträge.

Wenn man für den Naturzustand überhaupt eine Moral oder Gerechtigkeit annehmen will, falle sie mit Klugheit in der Verfolgung des eigenen Interesses zusammen. Im staatlichen Zustand kann dagegen von einem solchen Zusammenfallen nicht die Rede sein: hier bedeutet die Gerechtigkeit Respektierung des Eigentums. Gerechtigkeit in staatlichen Zustand ist das was der Gesamtheit der Untertanen nutzt. Für Bramhall setzt der Begriff Gerechtigkeit Begriffe der Verantwortlichkeit und Willensfreiheit voraus!

Hobbes weist die Verantwortlichkeit und Willensfreiheit für den Begriff Gerechtigkeit zurück und beschränkt den Begriff Verantwortlichkeit auf eine bestimmte Lernfähigkeit zurück: auf von anderen Menschen gesetzte Reize mit neuen Absichten (die immer nur neue Wege zur Selbstbehauptung sind) zu reagieren.  Staat setzt nicht nur Gerechtigkeit durch sondern schafft auch ihre Norm.

 

 

 

 

 

 

 

 

2     Grundzüge der Philosophie Vom Körper

2.1     Von Ort und Zeit

Hobbes beginnt seine naturphilosophischen Überlegenen mit der Vorstellung einer allgemeinen Weltvernichtung. Er setzt dabei voraus, dass Menschen übrig bleiben, und diese sich an alle Dinge bzw. Gegenstände die sie von der Welt gekannt haben wieder erinnern können, und diese auch weiter in ihrer Vorstellung existieren. Damit meint er Erinnerungen an Größen, Bewegungen, Tönen, Farben sowie Erinnerungen an die einzelnen Teile eines Körpers und die Anordnung dieser einzelnen Teile. Aber auch dann, wenn die ganze Welt besteht und all ihre Dinge, so sagt Hobbes, sehen und vergleichen wir doch immer nur unsere eigenen Vorstellungen und Ideen bzw. Phantasmen. Also auch dann, wenn wir alles direkt vor uns sehen, sehen wir nur ein individuelles Bild unserer Vorstellung.

Dinge können auf zwei verschiedene Arten wissenschaftlich betrachtet werden; als nur existent durch unseren Geist d.h. nur in unserem Kopf und als „äußere Dinge Bilder“ [1]welche „ein Sein außerhalb unserer zu haben scheinen.“ [2]

Durch diese Überlegung gelangt T. Hobbes zu der Vorstellung und Bedeutung des Raums.

Definition Raum: „Raum ist das Phantasma eines existierenden Dinges außer uns, sofern es schlechthin existiert, wobei wir kein anderes Accidenz betrachten, als eben dies, dass es außerhalb des vorstellenden Geistes existiert.“[3]

 

„Wie ein Körper von seiner Größe, so lässt ein bewegter Körper von seiner Bewegung ein Phantasma im Geist zurück, nämlich die Vorstellung von einem Körper, wie er stetig seinen Ort ändert.“ [4]Diese Vorstellung nennt Hobbes die Zeit.

Definition Zeit: „Zeit ist ein Phantasma des Früher und Später in der Bewegung“.[5]

Denn Zeit nehmen wir nur durch Bewegung war, ohne Bewegung ist die Zeit nicht messbar.

Mit Hilfe einer Uhr, Sanduhr, Sonnenuhr eines Zeitstrahls eben irgendetwas das sich bewegt und somit das Vergehen der Zeit darstellt. Für Hobbes lässt sich die Zeit jedoch nicht allein durch einen dieser Gegenstände darstellen, sondern es ist vielmehr die Fähigkeit unseres Geistes sie abzulesen.

Genauer lässt sich noch sagen, dass „Zeit ein Phantasma gezählter Bewegungen ist[6].“ Denn die Zeit messen wir an Bewegungen, jedoch nicht die Anzahl der Bewegungen an der Zeit.

 

Der Philosoph befasst sich weiter mit einem Teil, oder mit dem Teilen von Raum oder Zeit. Es wird dabei nur die gedankliche Trennung verstanden und nicht das Bilden wirklicher Teile. Das gedankliche Vorgehen ist bei beiden Größen das Gleiche, zuerst stellt man sich vor, dass man zum Beispiel die Zeit teilen möchte, dabei entsteht aber noch kein Teil! Daraus folgt, das die Anzahl der Teile um eines kleiner ist als die Anzahl der Vorstellungen die Zeit zu teilen.

Hobbes ist der Meinung, dass Raum und Zeit unendlich mal geteilt werden kann. Es existiert nichts, was nicht noch einmal geteilt werden könnte.

 

Eine Zahl besteht aus Zahlen, sowie ein Raum aus Räumen oder eine Zeit aus Zeiten. Hobbes nennt das Ganze und die Gesamtheit aller seiner Teile ein und dasselbe Ding. Ein Beispiel von Hobbes dazu ist, wenn man Füße, Beine, Arme, Kopf usw. aufzählt und am Ende sagt es ist ein Mensch. Er geht davon aus, dass man nur etwas als Ganzes betrachten darf, wenn es teilbar ist, denn nur so kann ich entscheiden ob alle Teile vorhanden sind.

Es kann nur so viele Teile geben wie geteilt wird und es ist laut Hobbes auch zu verstehen, dass der Teil des Teiles auch ein Teil des Ganzen ist.

Hobbes sagt, dass das Ganze größer ist als sein Teil.

 

Zwei Räume, zwischen denen kein anderer dazwischen ist, nennt Hobbes angrenzend. Wenn es sich dabei aber um Zeiten handelt nennt er es immediat. Wenn zwei Räume und ebenso zwei Zeiten Teile gemeinsam haben nennt er sie kontinuierlich. Dies gilt auch für verschiedene Räume und Zeiten. Im folgenden benennt Hobbes die einzelnen Teile eines Ganzen: den mittleren und äußersten Teil; der äußerste Teil welcher zu erst genannt wird ist der Anfang, der zum Schluss genannt wir ist das Ende. Alle Teile welche in der Mitte sind nennt er den Weg. Diese Namensgebungen sind also ganz wörtlich und einfach zu verstehen.

 

Raum oder Zeit kann nur unendlich sein, wenn wir eine Einheit oder Größe finden die dies beweist. Doch was könnte die Unendlichkeit einer Zahl, zum Beispiel, beweisen? Welche Zahl  ist unendlich? 1 Million ist nicht unendlich, man kennt noch größere, es muss also eine Zahl sein, die man nicht mehr kennt und diese müsste dann unendlich sein! Ebenso ist es für Hobbes nur möglich Dinge zu sehen, welche eine endliche Strecke vom Betrachter entfernt liegen. Unendlich weit können wir nicht sehen.

 

2.2     Von Körper und Accidenz

Definition des Körpers: „Körper ist alles, was unabhängig von unserem Denken mit irgendeinem Teil des Raumes zusammenfällt oder sich mit ihm zusammen ausdehnt“.[7]

Definition der Accidenz: Accidenz ist die Fähigkeit eines Körpers, die Art und Weise, durch die er in uns die Vorstellung seiner selbst erwirkt. Das Accidenz ist die Art unserer Wahrnehmung eines Körpers. Weiter sagt Hobbes, dass ein Körper der seinen Standort wechselt in Bewegung ist und ein Körper der seinen Ort nicht wechselt eben nicht in Bewegung ist.

 

Die Accidenz ist nicht so zu verstehen, dass sie ein Teil eines Körpers ist oder sich gar in ihm befindet. Vielmehr ist sie dass, was der Beobachter zusätzlich zum Körper selbst wahrnimmt.

Als Beispiel dafür nennt Hobbes die Ausdehnung, Bewegung, Ruhe, Gestalt und Farbe.

 

Der Raum, welcher mit der Größe eines Körpers zusammenfällt, heißt der Ort oder die Stelle des Körpers. Den Körper selbst nennt Hobbes dass, was den Ort einnimmt.

Ein Körper behält immer dieselbe Größe, egal ob er in Bewegung ist oder nicht. Die Stelle hingegen ändert sich nur, wenn der Körper in Bewegung ist. Auch zu verschiedenen Zeiten kann ein Körper seine Stelle wechseln, seine Größe jedoch bleib immer gleich.

Hobbes sagt: “der Ort ist nichts außerhalb, die Größe nichts innerhalb des Geistes“[8], was für mich nicht ganz verständlich ist. Der Ort stellt Hobbes fest ist unbeweglich.

 

Hobbes nennt den Raum, der von einem Körper eingenommen wird voll und derjenige, der keinen Körper in sich hat nennt er leer.

 

Um den exakten Ort oder Stelle eines Körpers zu benennen oder beschreiben zu können, ist es für Hobbes notwendig, ihn gesehen zu haben. Allein von der Bezeichnung Stadt zum Beispiel, ist es dem Zuhörer nicht möglich, sich genau diese eine Stadt vorzustellen. Es ist also nur eine sehr vage Beschreibung. Anders ist es jedoch wenn die Person genau auf die gesucht Stelle, Ort oder Ding zeigt und die andere Person genau sieht was gemeint ist. Eine exaktere Wahrnehmung bzw. Beschreibung als das Sehen mit den eigenen Augen gibt es nicht. Durch Worte allein ist es nur annähernd möglich einen Ort oder ein Ding zu beschreiben.

 

Zwei Körper können weder zugleich an dem selben Ort, noch ein Körper zugleich an zwei verschiedenen Orten sein.

Wie auch bei den Räumen schon, nennt Hobbes zwei Körper welche keinen Raum zwischen sich haben angrenzend. Und zwei Körper welche Teile gemeinsam haben nennt er kontinuierlich.

Laut Hobbes sind Körper gleich, wenn sie den gleichen Platz einnehmen können. Es ist aber auch möglich, dass ein Körper sich verbiegt oder umstellt und erst durch diese Veränderung seiner Form den gewünschten Platz einnehmen kann.

Ein und derselbe Körper hat immer ein und dieselbe Größe.

 

Hobbes nennt die Bewegung eine stetige Ortsveränderung. Der Ort der verlassen wird heißt terminus a quo und der Ort, welcher erreicht wird nennt Hobbes terminus ad quem. Für Hobbes ist kein Körper klein genug um sofort von einem zum anderen Ort wandern zu können d.h. ein Teil oder Teile des Körpers befinden sich also noch am alten Ort und andere Teile schon am neuen Ort. Diesen Vorgang nennt Hobbes unterbrochen.

Ein Körper welcher länger an einem Ort ist, nennt er ruhend.

Hobbes sagt, alles was sich bewegt, wurde schon immer bewegt und alles was sich bewegt, wird auch immer in Bewegung bleiben. Und alles was sich bewegt wird nicht lange auf der gleichen Stelle bleiben, den dann würde es ja ruhen.

Alles was sich bewegt, bewegt sich nicht an einer Stelle, sondern es bewegt sich immer von einer Stelle zur anderen.

 

Die Fläche besteht aus zwei Dimensionen: aus Breite und Länge

Der Raum aber aus drei Dimensionen: aus Breite, Länge und Dicke oder Tiefe.

 

Bei Hobbes ist die Bewegung auch ein Maßstab für die Geschwindigkeit. Genauer gesagt, ist die Geschwindigkeit eine Bewegung die eine bestimmte Länge in einer bestimmten Zeit zurücklegt. Die Zeit nämlich nennt Hobbes ein Phantasma der Bewegung. Eine Bewegung ist länger, wenn sie früher begonnen oder später geendet hat, als die andere Bewegung. Umgekehrt ist es bei einer kürzeren Bewegung genauso zu verstehen. Gleich schnell, sagt Hobbes, sind Bewegungen die zur gleichen Zeit anfangen und enden, d.h. die gleiche Strecke zurücklegen. Mit der Geschwindigkeit verhält es sich genauso, hohe Geschwindigkeit bedeutet in einer kurzen Zeit viel Strecke zu durchlaufen, niedrige Geschwindigkeit bedeutet in der gleichen Zeit weniger Strecke zu durchlaufen.

 

Hobbes führt an, dass die Geschwindigkeit nicht nur von der Zeit oder der Strecke abhängt, sondern auch von der Geschwindigkeit aller einzelnen Teile eines Körpers.

Für Hobbes gibt es auch einen Unterschied, ob zwei Bewegungen gleich groß oder gleich schnell sind. Dies erklärt er anhand  eines Beispiels mit einer Pferdekutsche; die Bewegungen beider Pferde, aber auch der einzelnen Pferde, sind gleich schnell! Im Gegenteil dazu sagt er, ist aber die Bewegung beider Pferde größer als bei jedem Pferd einzeln.

Allgemein sagt Hobbes, sind Bewegungen gleich groß, wenn die Geschwindigkeit aller Teile beider bewegter Körper gleich groß sind. Bewegungen sind größer, wenn die Geschwindigkeit aller Teilchen von einem der beiden Körper größer ist und kleiner, wenn die Geschwindigkeit aller Teile von einem der beiden bewegten Körper kleiner ist.

 

Für Hobbes ist es klar, dass ein Körper der ruht (sich also nicht bewegt) so lange unbewegt bleibt, bis ein bewegter Körper kommt und seinen Platz einnehmen will. Umgekehrt, bleibt ein bewegter Körper immer in Bewegung, außer ein anderer würde ihn zur Ruhe zwingen. In beiden Fällen ist es immer eine Kraft von außen, welche den Körper manipuliert.

 

Hobbes glaubt, das Körper, Dinge oder auch Lebewesen nicht wirklich erzeugt oder untergehen können, sonder dass sie uns auf verschiedenste Weise, Arten und Sorten begegnen. Das heißt einmal ist es als Lebewesen be