Existensphilosphie nach Heidegger
Die Gesichtspunkte der heideggerschen Philosophie
Wohin führt die Frage nach dem Sein?
Von der Angst, über die Verzweiflung zur Möglichkeit
der Existenz
Analyse von Sorge, Schuld und Gewissen
Die Ontologie des endlichen Seins
A.
Seinsproblem und in der Welt sein
C.
Befindlichkeit und Verstehen
D.
Angst und Sorgestruktur des Daseins
G.
Gewissen, Schuldigsein und eigentliche Existenz
I.
Geschichtlichkeit und Wiederholung
-
1889 in
Meßkirch geboren
-
verbringt
sein Leben im Schwarzwald und in Freiburg
-
lebt auf
einem Berg in einer einfach ausgestatteten Hütte
-
H.
arbeitete erst als Dozent in Freiburg und dann als Professor der Philosophie in
Marburg[1]
-
Seine
Schüler sind heute Theologen, Philosophen und andere Wissenschaftler
-
H.
befasst sich mit der Ontologie[2]
-
H. war
ein überzeugter Nazi und auch der Partei angehörig
-
Er übte
großen Einfluss auf seine Schüler und vermittelte auch diesen rassistisches
Gedankengut in seinen Vorlesungen[3]
-
wegen
diesem Irrtum büßt er später sein Lehramt ein und entfernt sich von der Politik
und der Öffentlichkeit
-
er tritt
nur noch in esoterischen Kreisen auf
-
Heideggers
Philosophie ähnelt der Grundinterpretation Jaspers[4]
-
„Existenz“
ist das unbedingteste Seinszentrum im Menschen
-
innersten
Pol des eigenen Seins
-
nicht nur
die bloße Tatsache, dass der Mensch ist, gemeint, sondern das
„Dasein„
-
Existenz
ist eine Möglichkeit, welche der Mensch ergreifen oder verfehlen kann.
-
bis zu
seinem Ende lebt der Mensch in der uneigentlichen Existenz, des bloßen Daseins
-
das
eigentliche Existieren erfordert nicht bloß wertmäßige, oder vitale Steigerung
des Lebens, sondern eine gänzliche Umkehr des Menschen.
-
Ein Sichzurückholen aus der „Verfallenheit“ des Alltags
à die Eigentlichkeit des Selbstseins
- H.
bezeichnet es als einen Kampf gegen die „ natürliche Einstellung“
- Der Mensch
ist kein Ding, sondern ein Wesen dem es um das eigene Sein geht und um das
Verhältnis zu sich selbst
à darin äußert sich
die Existenz
- die
heideggersche Problemstellung lautet:
Was ist der Sinn vom Sein? Wo wird dem
Menschen das Sein zugänglich, nach dem er fragt?[5] à zentralen Fragen
- im
Alltag oft gebraucht, z.B. „Das Wetter ist schön„
- Jedoch
nur in begrifflichen Ausprägungen, wenn wir „ Sein“ verstehen, aber den eigentlichen Begriff des Seins entbehren
- diese
grundsätzlichen, allgemeinen Fragen bringen ein sich Auseinandersetzen mit dem
konkreten mit sich
- das
menschliche Seinsverständnis ist der Ausgangspunkt um das Seinsproblem zu behandeln
- in
jedem Menschen waltet Seinswissen[6]
àMensch = Ort des Verstehen des Sein
- Er
spricht von „In-der- Welt-sein“
und von „Mitsein mit Menschen„
àder Mensch existiert unter anderen Seienden“[7]
- H.
nennt seine Untersuchung „ Fundamentalontologie“
- hierbei
ist der Mensch nicht das Untersuchungsobjekt, sondern ein Durchgangs-medium
zum Zweck der Gewinnung eines Seinsbegriff
- in
dem Fall steht nach existenzphilosophischen Grundeinstellungen die Endlichkeit
des Menschen im Vordergrund
- H.
bezeichnet den Menschen in all seinem Tun und Lassen als „ In –der –Welt-sein“
oder à die Welt „draußen“
Grundcharakter der Existenz:
- Existenz
ist vielmehr eine gleichzeitige Beziehung zu sich selbst zu
- Die
Charakterisierung des Menschen als eines Seienden, dem es um das eigene selbst
geht, wird später „ Sorge „ genannt
- dem Menschen
geht es nach H. um das eigene Sein, diese Grundlage könnte zu der Annahme
führen, dass Menschen mit Ihren egozentrischen Einstellungen den Ausgangspunkt
für H. Analyse bilden
- Dieses
ist jedoch nicht so, denn im existenziellen Sein ist die Beziehung zu Welt
wesentlich
- Es
ergibt sich die prinzipielle Möglichkeit dass das Selbstsein erst durch Hingabe
an andere gewonnen wird[8]
In Heideggers Philosophie besteht der Gedanke, daß, je höher wir in der Stufenordnung der realen Welt
steigen, desto einmaliger, individueller, zeitlicher und geschichtlicher wird
das Seiende. Mit der Frage nach dem Sein wagen wir uns an den Rand der völligen
Dunkelheit. Das Sein bildet den Horizont allen Verstehens, Fühlens und
Erkennens. Doch Anstelle einer optimistischen Grundstimmung, stößt man auf eine
aller Inhaltsfülle entkleideten Existenz mit einer
tragischen Grundstimmung.
Nach der Existenzidee Heideggers, steht der Mensch in
der Fülle der Möglichkeiten, aus denen heraus er sich versteht. Der innerste Kern des menschlichen Wesens machen die Möglichkeiten
aus, in denen er lebt. Der Mensch aber entnimmt die Möglichkeiten nicht dem
ureigensten Selbst, sondern verliert sich an zufällige oder vorgegebene
Möglichkeiten. Doch das Spektrum an Möglichkeiten das wir haben, ist weitaus
größer und tiefgehender, als wir meinen. Der Möglichkeitsbegriff ist
grundsätzlich und fließt in den Begriff der Existenz mit ein. Heidegger
charakterisiert den Menschen als ein Seiendes, dem es einerseits um das eigene
Sein geht, und dessen Möglichkeiten ihm ein Seinkönnen ermöglichen.
Der Auffassung des Menschen, sich als zufälliges
Exemplar seiner Gattung zu sehen, begegnet Heidegger mit der Tatsache, dass das Sein des Seienden
„je meines“ ist. Der Mensch sieht sich aus eigener Perspektive und existiert
aus sich selbst heraus, nicht nach fremdem Gesetz. Hier liegen die
Möglichkeiten der eigenen Existenz. Das Sein eines jeden wird immer auch von
dessen Standpunkt beleuchtet.
Ein Wesensgesetz der Existenz ist ein Hinausgehen
über sich selbst. Das Sein des Menschen ist ein Möglichsein, er lebt ein „Noch-nicht“, dabei muß er den
gegenwärtigen Zustand fortwährend übersteigen. Der letzte Überstieg ist das Transzendieren alles Seienden zum Nichts.(Ausführung
„Nichts“später)
Um sich dessen bewußt zu
werden, muß der Mensch in einem Verstehensmedium
leben, Heidegger nennt dieses Medium „Welt“. Auch wenn die Welt als
unverständliche, einschränkende Macht erlebt wird, ist sie es, durch die
hindurch sich die Existenz verwirklicht.
Nach Heidegger ist die Welt in der wir leben durch
und durch unfaßbar und absurd. Die Welt ist etwas unheimliches. Dem Menschen offenbart
sich die eigene Ungeborgenheit und die unbestimmte Angst.
In dieser Angst wird das Sein des Menschen in Frage
gestellt. Wissen und Glaube brechen zusammen, das Vertraute verschwindet. Der
Mensch ist in einer Situation, in der nur noch das Selbst in Einsamkeit und
Angst vorhanden ist. Dies ist der Ausgangspunkt, in welchem der Mensch zur
Entscheidung gedrängt wird. Wenn die Angst ausgehalten wird, kommt man von der
Uneigentlichkeit in die Eigentlichkeit der Existenz.
Oder man lenkt sich ab von der Angst, flieht in die Welt, hin zum Alltag, zum
Uneigentlichen. Diese übertönte Angst verursacht Schwermut. Die Verzweiflung
bahnt sich einen Weg an die Oberfläche und mit ihr die mögliche Existenz. Denn
die Preisgabe an die Verzweiflung, hat den Gewinn der Existenz zur Folge. Indem
man also die Angst aushält und sich der Verzweiflung preisgibt, erkennt man die
positiven Möglichkeiten der eigentlichen Existenz.
An dieser Stelle tritt der Tod auf. Jeder stirbt
seinen eigenen Tod, den Tod erfährt jeder individuell.
Der Tod ist immer gegenwärtig, ist immer möglich und
stellt die Grundlage für die Begriffe „eigentliche Existenz“ und „Endlichkeit“.
Um das Endlichkeitsbewußtsein zu erlangen, muß das Todesbewußtsein die
Grundlage sein. Ohne den Tod gäbe es keine eigentliche Existenz, da diese
nur im Aushalten der unbestimmten
Möglichkeiten des Todes besteht.
In welchem Zusammenhang steht aber der Tod mit der
Zeit? Die Zukunft besteht aus den Möglichkeiten, die jeder ergreifen kann und
auch aus der unbestimmten Möglichkeit des Todes, der Gedanke an ihn begleitet
uns durch das Leben. Der Tod tritt in der Zukunft ein, spielt jedoch in der
Gegenwart bereits eine große Rolle. Daraus ist zu schließen, daß im Wesen der Zeit die Rückbezogenheit der Zukunft auf
die Gegenwart liegt.
Existenzphilosophische Auffassungen stehen in engem
Zusammenhang mit religiösen und theologischen Vorstellungen. Denn zum Beispiel
ist die Sorge in Heideggers Verständnis die zusammenfassende
Charakterisierung des Wesens der menschlichen Existenz. Der Mensch liebt sich
selbst, und sorgt sich um das eigene Heil. Er ist ein Seiender, dem es um das
eigene Sein geht. Doch Heidegger strengte eine rein immanente Auslegung der
Begriffe an:
Schuld ist
das existenzielle Apriori des Menschen. Hervorgehend aus der christlichen Auffassung der Erbsünde als
einmaliges, christlich - historisches Ereignis.
Aus dem Gewissen, das wir als Ruf Gottes
kennen, wird der Ruf der Existenz selbst. Durch diese Begriffsauslegungen,
kamen Kritiker dazu, H. als abtrünnigen, christlichen Theologen zu sehen.
Um das Sein beschreiben zu können, muß man es anderem gegenüberstellen können:
„In der Angst
offenbart sich dem Menschen sein Sein als ein
Hineingehaltensein in das Nichts.“
Heidegger beschreibt also das Nichts als Angst, und
stellt dieses dem Sein gegenüber.
Das Sein wird also vom Nichts abgegrenzt, von der
Stimmung der Angst. Derjenige der Heidegger verinnerlicht, erfährt das Nichts
in der Angst als ein existentielles Geschehen, die Seinsfrage wird für den Erkennenden
sinnvoll.
-Ausgangspunkt für das Seiende ist für Heidegger die
Frage nach dem Sinn des Seins
-Ein vages Seinsverständnis ist ja bei jedem Gebrauch
des Wortes „ist“ in seinen verschiedenen Formen festzustellen
-Der Mensch ist Dasein, das nicht nur ist, sondern dem es
immer auch um dieses sein Dasein geht
-Das Was-sein ist als eine ihm
mögliche Weise zu sein zu begreifen, nicht als mitgegebene Summe von
Eigenschaften.
-Das Sein des Menschen ist somit als Möglich-Sein zu
fassen, er verhält sich zum eigenen Sein als
Möglichkeit
-Die Grundverfassung des Daseins ist das In-der-Welt-Sein. Es meint das vertraute Sichaufhalten bei etwas, das Wohnen bei. Heidegger nennt
diese Grundverfassung auch „Besorgen“.
-Das „Besorgen“ zeigt sich in Verhaltensweisen wie z. B.
das zutun haben mit etwas, das Herstellen von etwas, das Verwenden von etwas,
Unternehmungen, etc.
-Zumeist befindet sich das Dasein nicht im Modus der Eigentlichkeit des Selbst-Seins, sondern in der
„Verfallenheit an das Man“
-Das „Man“ ist das Uneigentliche, das Unverbindliche
-Im „Man“ lässt sich das Dasein sein Sein
von anderen abnehmen, indem es sich aus dem versteht, was man tut, d. h. in der
Durchschnittlichkeit und Alltäglichkeit lebt.
-Heidegger beschreibt den Zustand des „Verfallens“ als das
ständige und unablässige Hineingewirbeltwerden des
Menschen in die Uneigentlichkeit und Bodenlosigkeit des Man.
Das „Man“ ist also das Subjekt der Existenz.
-Unter Befindlichkeit wird die Stimmung verstanden. In ihr
erschließt sich dem Dasein die Tatsächlichkeit, dass es ist.
-Diese Erfahrung stellt sich nicht bloß bisweilen ein,
sondern vollzieht sich ständig, weil der Mensch immer irgendwie gestimmt ist.
-In der Stimmung erfährt das Dasein die
Unheimlichkeit der Überantwortung an es selbst. Diese Überantwortung nennt
Heidegger „Geworfenheit“. Das menschliche Dasein findet sich immer schon an
einen bestimmten, unverwechselbaren, seinem Wollen entzogenen Ort vor, es ist
„geworfen in sein Da“. Die „Geworfenheit“ beschreibt auch die Faktizität, die
dem Menschen anzeigt, dass er sein Dasein zu übernehmen hat, ohne um den
tieferen Grund des „Woher“ zu wissen.
-Das Verstehen ist nach Heidegger ein zweiter
existenzialer Grundmodus des Daseins. Es bezieht sich auf Möglichkeiten, hat
den Charakter des Entwurfs.
-Im Gegensatz zur Passivität der Stimmung kehrt das
Verstehen eher das aktive Moment hervor.
-Verstehen im Sinne Heideggers meint „einer Sache
gewachsen sein“, „etwas können“.
-Verstehen wird im Modus der Uneigentlichkeit zu
Gerede (= Verlust der Beziehung zu dem worüber die Rede ist), zu Neugier (=
resultierend aus der Unfähigkeit sich Informationen anzueignen und zu
vertiefen) und zu Zweideutigkeit (= Unfähigkeit Echtes von Unechtem zu
unterscheiden).
-Die Angst ist die menschliche Grundverfassung.
-Die Angst ängstet sich nicht
so sehr vor anderem Seienden, sondern um da In-der-Welt-Sein
als solches. Schärfer gefasst: um die Möglichkeit des Nicht-Seins
-Angst kann den Menschen bis zu jenem Punkt bringen,
wo die Freiheit für das eigentliche Selbstsein zu ergreifen ist. Nach Heidegger
aber versagt der Mensch zunächst und zumeist gegenüber dieser Aufgabe.
-Die Angst allein vermag den Menschen aus dem Verfallen
an Welt und Öffentlichkeit zurückzuholen.
-In der Angst eröffnet sich dem Dasein auch seine
Endlichkeit und Nichtigkeit, indem es sich als das „Sein zum Tode“ erfährt. Das
Vorlaufen in diese äußerste seiner Möglichkeiten enthüllt dem Dasein seine
Verlorenheit an da „Man“ (weil es im Tod keinen Halt an anderen mehr gibt) und
bringt es dahin, selbst zu sein und sich in seiner Ganzheit, zu der auch das
Sein zum Tod gehört, zu begreifen.
-Die Angst ist also die radikale Erfahrung, in der dem
Menschen das Seiende im Ganzen entgleitet: er begegnet seinem eigenen Tod
Die Grundstruktur des Daseins ist die Sorge als
Einheit von: Existenzialtiät (Seinkönnen) + Faktiziät (Geworfensein) + Verfallenheit (Man)
-Der Tod ist nach der Vorhandenheitsontologie
ein Zu-Ende-Sein des Daseins
-In Wahrheit aber durchzieht der Tod als Grenze das
existierende Dasein ständig, das dieses um ihn weiß und sich dauernd mit ihm auseinandersetzt.
-Der Tod ist eine eigenste Möglichkeit des menschlichen
Daseins, da:
¨ er nicht in Vertretung abgenommen werden kann
¨ er unbezüglich ist, da er alle Beziehungen zur Welt
ausmerzt
¨ er unüberholbar ist, weil
er die letzte Möglichkeit der lebenden Existenz
bedeutet
¨ er gewiß ist
¨ er unbestimmt ist, bezüglich seines faktischen
Eintretens
-Der Mensch trivialisiert den Tod, indem er ihn als ein
erst in der Zukunft eintretendes Ereignis ansieht, dass ihn gegenwärtig noch
nichts angeht
-Tatsache ist jedoch, dass der Tod in jedem
Augenblick eintreten kann. Das Wissen um diese Tatsache muss ausgehalten
werden. Dieses Aushalten bezeichnet Heidegger als „Vorlaufen in den Tod“
-Das Gewissen ist ein tatsächlich auffindbares Moment am
Dasein, welches zum eigentlichen Sein aufruft.
-In ihm ruft das Dasein sich selbst und zwar im Modus
des Schweigens.
-Das Schuldigsein des Daseins ist das, was der
Gewissensruf offenbar macht.
-Um die Möglichkeit seiner Eigentlichkeit
weiß das Dasein durch den Ruf seines Gewissens.
-Wenn der Gewissenruf den Menschen zu seiner Nichtigkeit
und Geworfenheit zwingt, so heißt das, dass er sich als das, was er immer schon
war, übernehmen soll. In der Geworfenheit steckt somit die Gewesenheit.
-Zeitlichkeit ist die Einheit dieser Gewesenheit, der
Gegenwart und der Zukunft, die sich als der die Sorge ermöglichende Sinn
ausweist.
-Die Betrachtung des Todes ist für Heidegger der
Schlüssel, um die Zeitlichkeit als Grund und Grenze des menschlichen Seins
freizulegen.
-Zeitlichkeit ist das Grundgeschehen des Daseins.
Dasein „hat nicht ein Ende in der Zeit, sondern existiert endlich“.
-Die eigentliche Existenz kommt erst in der
Dreidimensionalität der Zeit zu ihrem vollen Recht: ¨ entschlossene Zuwendung zur Zukunft (Tod)
¨ Zurückkommen auf die Nichtigkeit (Gewesenheit)
¨ Ursprung der Kraft des existenziellen Augenblicks
-Die drei Dimensionen der Zeitlichkeit ermöglichen dem
Dasein seine Weltoffenheit:
¨ in der Gegenwart Seiendem zu begegnen
¨ zukünftige Möglichkeiten erfassen zu können
¨ Vergangenes als Vergangenes zu begreifen
-Verfügten wir über unendlich lange Zeit, so wäre
nichts dringlich, nichts wichtig, nichts „wirklich“
-In der Zeitlichkeit ist auch die Geschichtlichkeit
fundiert.
-Das Problem der Geschichtlichkeit steht im Zusammenhang
mit der Frage, woher denn der eigentlich exisitierende
Mensch die zu ergreifenen Möglichkeiten nimmt.
-Heidegger beantwortet diese Frage: Die Möglichkeiten
entstammen dem Erbe, welches das Dasein sich überliefert.
Während das uneigentliche Dasein die zufällig
kursierenden zweideutigen Gelegenheiten aufgreift, die ihm die Öffentlichkeit
anbietet, geht die eigentliche Existenz ausdrücklich auf gewesene
Existenzmöglichkeiten zurück, die sie sich aneignet.
-Der Mensch ist also ein wiederholendes Wesen. Die
Wiederholung ist eine aus der Tiefe kommende Erwiderung des Dagewesenen.
Die Entscheidung des Augenblicks verhindert, dass die Wiederholung von Dagewesenem zu einer einzigen Kopie der Vergangenheit im
Heute wird.
[1] Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe, S. 274 f
[2] Ontologie: Lehre vom Seienden und den allgemeinen Prinzipien des Seins ( Großes Fremdwörterbuch )
[3] Benarroch, Myriam / Grasset, Jean – Baptist: Heidegger und der Nazismus, in: www.ediditions-verdier.fr/v2/oeuvre-heidegger.html, 23.2.2005
[4] Hauptströme der
Gegenwartsphilosophie, S. 135 Philosophie
[5] Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe, S. 276
[6] Hauptströme der Gegenwartsphilosophie, S. 135 ff
[7] Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe, S. 276 f
[8] Hauptströme der Gegenwartsphilosophie, S. 135 ff